Öffentliche Beschaffung von Holz und Holzprodukten

Maßnahmenprogramm "Nachhaltigkeit" der Bundesregierung

 

In dem Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit vom 06.12.2010 des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung sind Ziele für die nachhaltige Beschaffung aufgestellt worden. Mit dem Programm verfolgt die Bundesregierung ihr Ziel, dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auch im eigenen Verwaltungshandeln zu folgen, konsequent weiter.

 

Der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beschloss am 30. März 2015 die Neuauflage des "Maßnahmenprogramms Nachhaltige Bundesregierung" vom 6. Dezember 2010.

 

In der aktuellen Fassung vom 24.04.2017 sind unter anderem folgende Ziele für die Beschaffung formuliert:

  • Der Anteil des Einsatzes von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel wird bis 2020 soweit möglich auf 95 % gesteigert.
  • Bei der Beschaffung handelsüblicher Dienstwagen soll bis 2018 ein durchschnittlicher Emissionswert der Dienstwagenflotte von 110 g CO2 / km und bis 2020 ein durchschnittlicher Emissionswert der Dienstwagenflotte von 95 g CO2 / km erreicht werden; darüber hinaus soll der Anteil der insgesamt neu angeschafften oder neu angemieteten Fahrzeuge mit einem Emissionswert unter 50 g (alternativ: elektrische Mindestreichweite von 40 km) über die bereits vereinbarten 10 % hinaus weiter schrittweise bis 2020 auf mindestens 20 % erhöht werden.
  • Bis 2020 sind möglichst 50 % der Textilien (ausgenommen Sondertextilien) nach ökologischen und sozialen Kriterien zu beschaffen (z. B. nach Kriterien des Umwelt-zeichens Blauer Engel, dem EU-Umweltzeichen oder Global Organic Textile Standard (GOTS)).
  • Bei der Beschaffung von Holzprodukten ist der Gemeinsame Erlass zur Beschaffung von Holzprodukten (Nachweis der legalen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung) zu beachten.

Die Konsequenz für Teilnehmer an Ausschreibungen

Bei allen Ausschreibungen des Landes Berlin und des Bundes, bei welchen Holzprodukte Teil der Leistungsverzeichnisse sind, müssen die Handwerksbetriebe bei Angebotsabgabe vertraglich versichern, dass sie die Nachweisführung hinsichtlich einer lückenlosen Lieferkettenzertifizierung der Holzprodukte vom Wald über die Händler bis (einschließlich) zum Auftragnehmer/Nachunternehmer einhalten und nachweisen können.

 

Den entsprechenden Nachweis müssen die erfolgreichen Bieter vor Einbau/Lieferung der Holzprodukte unaufgefordert vorlegen. Das bedeutet, dass Handwerker, die sich an entsprechenden Ausschreibungen beteiligen, bei der es um den Verbau von Holz und Holzprodukten geht, ein genaues Augenwerk auf ihre Aussage hinsichtlich der Zertifizierung des verwendeten Holzes legen sollten.

 

Machen Sie dies nicht, laufen sie nicht nur Gefahr, einen etwaigen Zuschlag wieder zu verlieren und Schadensersatz leisten zu müssen, sondern auch, von Mitbewerbern kostenpflichtig abgemahnt zu werden. Weitere Infos hier

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